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Es klang nach einer guten und durchdachten Idee, obwohl tief in mir eine leise Stimme zuflüsterte, dass die Idee vielleicht doch nicht so gut sein könnte. Nun, vorweggenommen, ich sollte vielleicht öfters auf meine leisen inneren Stimmen hören ...

Zum Anfang: Ich arbeite mitten in Frankurt, wohne aber außerhalb auf dem Land. Hier in Frankfurt lockt das große Geld, außerhalb die Lebensqualität. Für einen kleinen Opportunisten wie mich keine schlechte Ausgangssituation, wenn da nicht dieses Pendeln wäre. Der tägliche Weg zu und weg von der Arbeit: unangenehm, überfüllt, verstopft, stressig und gefühlt so überflüssig

Und dann die offensichtliche Idee: Eine Zweitwohnung mitten in Frankfurt. Einige Gehminuten entfernt vom Arbeitsplatz (Ideal für einen Spätaufsteher wie mich um alle Kollegen mit meinem frühen Erscheinen zu imponieren). Irgendwie hat man solche Ideen und vergisst diese glücklicher- und dankenswerterweise schnell wieder. Nun, in meinem Fall wurde ich nach kurzem Suchen fündig und schlug mit einer überraschenden Spontanität zu: Eine kleine, günstige und vor allem zentrale Wohnung in Frankfurter Bahnhofsviertel!

Gut die Nachbarschaft ist gewöhnungsbedürftig, rechts und links umringt von Laufhäusern und bevölkert von Yuppies, Freier, Huren und vor allem Typen denen Du nicht in der Nacht begegnen möchtest. Als gefühlter Kosmopolit würde ich damit doch umgehen können dachte ich mir so (und da war wieder die leise innere Stimme, die mir etwas zuflüsterte und die ich erneut und gewannt ignorierte).

Herzlich Willkommen in diesem Blog (welches ich als Ersatz zu einem Psychologen angelegt habe den ich mir nun nicht mehr leisten kann, da ich mir eine Zweitwohnung in Frankfurt genommen habe). Hier werde ich berichten vom Leben und Sterben (oh ja, auch hierfür habe ich bereits eine Geschichte in petto) im Frankfurter Bahnhofsviertel.